Nie wieder Faschismus!“
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Gemeindeblatt der Synagogen-Gemeinde Köln – November 2013 – S. 13

"Nie wieder Faschismus!"

Die Ehrenfelder Bevölkerung gedachte – wie jedes Jahr – in einer kleinen Gedenkfeier am Standort der ehemaligen Synagoge in der Körnerstraße, einem Schweigemarsch und einer Kundgebung sowohl der in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 vernichteten Synagoge als auch der am 10. November 1944 ermordeten Edelweißpiraten.
An der ehemaligen Synagoge erinnerte Miguel Freund nicht nur an den Bau, sondern auch an die 100 Jahre jüdischen Lebens in Ehrenfeld, die vernichtet wurden.
Die Lehre müsse sein, dass man nicht wegschauen dürfe: Menschen dürften nicht diffamiert werden wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, ihrer Herkunft, ihrer Behinderung, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Ausrichtung.
Er endete mit dem Schwur von Buchenwald: "Nie wieder Faschismus!"
Rolly Brings & Bänd sangen anschließend den "David" (ein Lied über den 12-jährigen Jungen, der einst in der Körnerstraße gegenüber der damaligen Synagoge wohnte, nach Müngersdorf verschleppt wurde und dann doch den Holocaust überlebte) und erinnerte damit an die Nacht, in der die Synagoge brannte.
Rund 200 Menschen schritten anschließend zum Denkmal für die Zwangsarbeiter, Edelweißpiraten und andere Widerstandskämpfer unweit des Ehrenfelder Bahnhofs.
Dort sprachen Bezirksbürgermeister Josef Wirges, Miguel Freund, Oberbürgermeister Jürgen Roters und Gertrud Koch, genannt "Mucki", die letzte lebende Edelweißpiratin.
Es sangen Rolly Brings & Bänd und seine Freunde und der "Singende Holunder".

Irena Freund

[Text unter dem Foto von Boris Liven]:
Kundgebung zum Gedenken an die Reichspogromnacht und die Edelweißpiraten.

 

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